In der Hospizarbeit begleiten wir Menschen.

Die meisten der ehrenamtlichen Hospizbegleiter:innen sind direkt für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Zugehörigen da. Sie verbringen mit ihnen Zeit, meist einmal pro Woche für einige Stunden, und gehen auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ein. Konkret können das Gespräche sein, gemeinsames Kochen, Ausflüge und anderes mehr.

Alle Ehrenamtlichen werden in speziellen Kursen auf die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen vorbereitet. Auch wenn die konkrete Ausgestaltung variieren kann, so geht es zum einen um die persönliche Auseinandersetzung mit den Themen „Leben, Trauern, Sterben und Tod“, zum anderen um die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende und wie man diesen gerecht werden kann.

Wie für jedes Ehrenamt sollte man auch hier bereit sein, ein gewisses Maß an Zeit zu investieren. Und gerade in der Sterbebegleitung ist es gut, regelmäßige und feste Zeitfenster anbieten zu können, damit zum einen der Hospizdienst mit dir planen kann und zum anderen damit der Mensch, der begleitet wird, Sicherheit und Verlässlichkeit im Alltag spürt. Üblich ist ein Termin in der Woche für zwei bis drei Stunden. Neben der Bereitschaft, diese Zeit und Verbindlichkeit mitzubringen, ist vieles auch individuell und kann mit dem jeweiligen Hospizdienst abgesprochen werden. Darüber hinaus gibt es neben der Sterbebegleitung auch andere Tätigkeitsbereiche mit anderen Anforderungen.

Auch jenseits der direkten Begleitung kann man sich in vielfältiger Weise im Hospiz oder für einen Hospizdienst engagieren, zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit (Homepage, soziale Medien, Informationsveranstaltungen) oder in der Küche eines stationären Hospizes, am Empfang oder im Garten.

Die Hospizdienste bescheinigen die Teilnahme am Kurs, der dich auf das Ehrenamt vorbereitet. Dort sind die inhaltlichen Themen und erworbenen Kompetenzen aufgeführt. Wie ein Zertifikat bzw. eine Bescheinigung über die ehrenamtliche Tätigkeit aussieht, muss mit dem jeweiligen Hospizdienst besprochen werden.

Jederzeit! Für die Begleitenden stehen in den Vereinen und Initiativen Koordinator*en zur Seite, die bei Fragen, Unsicherheiten und Redebedarf jederzeit für dich da sind. Auch die Supervision ist eine Möglichkeit, sich Rat und Meinung von anderen Ehrenamtlichen einzuholen. Wir unterstützen uns gegenseitig.

Nach einer abgeschlossenen Begleitung kann jede*r entscheiden, wie lang sie/er Pause machen will und wann der richtige Zeitpunkt ist, wieder einen Menschen zu begleiten. Dabei ist das Wichtigste, auf sich selbst zu hören. Auch die Koordinator*innen stehen bei dieser Entscheidung mit Rat und Erfahrung zur Seite.

Ehrenamt