„Nur in einem ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne“

Liebe Freundinnen und Freunde von BETESDA,

das oben genannte chinesische Sprichwort hat uns in diesem Jubiläumsjahr begleitet. Auch
auf dem Eis des zuletzt fast zugefrorenen Teichs im Viktoriapark spiegelte sich nachts das
Licht der Sterne.

Die Stimmung in dieser vorweihnachtlichen Zeit ist in diesem Jahr durch den Schnee und die winterliche Kälte schon besonders und erinnert uns an unsere Kindheit mit abenteuerlichen Schlittenfahren auf Ortsstraßen und verbotene Schneeballschlachten auf dem Schulhof.

Erinnerungen an frühere Zeiten, vielleicht gemeinsam mit einem inzwischen verstorbenen Partner oder den Eltern, kommen in vielen von uns auf. Diese Erinnerungen sind ein großer Bestandteil der Trauerarbeit, die BETESDA seit einigen Jahren anbietet. Nicht nur das Thema Sterben und Tod gehört zu unseren Aufgaben, sondern auch die Betreuung der Hinterbliebenen. Das tun wir in Form von Erinnerungscafés in den Seniorenheimen, dem offenen Trauergesprächskreis oder dem bald wieder beginnenden „Kino miteinander Leben“.

Das Jahr 2023 war bestimmt von den Veranstaltungen rund um das 15-jährige Jubiläum, das gut geplant und vorbereitet werden musste.

Begonnen haben wir die Jubiläumszeit mit einem Gottesdienst in der Johanniskirche am 23.4.2023, den Pfarrer Hackel mit uns gestaltet hatte. Nach dem Gottesdienst durften wir, mit Unterstützung des Kirchenvorstandes, im Kirchkaffee gemeinsame Zeit mit unseren Gästen genießen.

Im Juni folgte eine Veranstaltung zum „Kino miteinander Leben“ in den Kronberger Lichtspielen, um Interessierten das Konzept der Trauerarbeit näher zu bringen. Weiter ging es mit dem Marktfrühstück auf dem „Berliner Platz“ während des Wochenmarktes am Samstag, den 23.08.23. Die Bänke waren gut gefüllt und sowohl die Ehrenamtlichen als auch wir beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen Anja Born und Monika Schulz freuten sich über viele schöne Gespräche in der ungezwungenen Atmosphäre des reichhaltigen Frühstücksbüfetts. Die vielen positiven Reaktionen rufen nach einer Wiederholung.

Am 2. Septemberwochenende ging der diesjährige Basisqualifikationskurs der Hospizbegleiterinnen zu Ende. BETESDA war in diesem Jahr mit der örtlichen und organisatorischen Ausrichtung betraut gewesen. Der Entsendungsgottesdienst, den Herr Dekan Dr. Fedler-Raupp gehalten hatte, fand deshalb bei uns in der Johanniskirche statt. Die musikalische Umrahmung durch einen Sänger in der Stimmlage Bassbariton – von einer Teilnehmerin vermittelt – bleibt wohl allen Gottesdienstbesuchern in wunderschöner Erinnerung und sorgte für Gänsehautmomente und feuchte Augen. Nach Abschluss dieses Kurses sind 5 neue und somit insgesamt 36 qualifizierte Hospizbegleiterinnen für BETESDA im Einsatz. Die Genderanrede ist immer noch richtig, dieses hoffen wir im nächsten Jahr zu ändern.

Das Welthospiztag Wochenende, mit dem bundesweiten Motto „Das Erste und das Letzte mal“ am 14. und 15. Oktober war der Abschluss unserer Jubiläumsveranstaltungen. Am Samstagvormittag wurde – schon traditionell, unser Stand auf dem Wochenmarkt „Berliner Platz“ aufgebaut – bunt und mit viel Leben gefüllt. Gut, dass Wind und Regen schnell nachgelassen haben und wir so unsere Arbeit den interessierten Menschen vorstellen und näher bringen konnten.

Abends durften wir im Carl Bechstein Saal des Casals Forums Frau Anne Löper, die bekannte Sandmalerin, begrüßen. In den wunderschönen neuen Räumen auf der riesigen Bildwand kamen die wechselnden Bilderlandschaften und sich verändernden Gestaltungen der Sandmalerin wunderbar zur Geltung.

Am Sonntag haben wir gemeinsam mit den Angehörigen der im letzten Jahr verstorbenen Menschen, die von BETESDA begleitet wurden, in einem Erinnerungsgottesdienst gedacht. Pfarrer Wohlert – schon im Ruhestand – hatte den Gottesdienst mit uns gestaltet. Auch diesen Morgen wurde durch eine schöne musikalische Begleitung durch eine Sängerin mit Gitarrenmusik statt. Wie beim 1. Gottesdienst waren wir traditionell wieder gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern im Kirchkaffee. Diese Beisammensein und Gespräche führen, waren für die trauernden Angehörigen wichtig, um zu spüren, dass sie in der Gemeinschaft nicht mit ihren Gefühlen und Sorgen alleine gelassen werden.

So schließt sich der Bogen von schönen Gottesdiensten im 15ten Jubiläumsjahr mit vielen bereichernden Veranstaltungen und Begegnungen.
Als Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit bei BETESDA hatten wir ein gemeinsames Pizzaessen für die Hospizbegleiterinnen in unseren Räumen. Das Highlight danach war eine Führung auf dem Laternenweg – mit Schauspieleinlagen der Laienschauspielschaar Kronberg. Das hat auch unseren teils gebürtigen Kronbergerinnen sehr großen Spaß gemacht und wieder neue Einblicke in die Geschichte der Stadt gegeben.

Das kommende Jahr wird mit verschiedenen Veranstaltungen etwas ruhiger. Wie bereits erwähnt, war das vergangene Jahr sehr anspruchsvoll und fordernd, aber für uns als BETESDA Team, sehr erfüllend. Im Jahr 2024 wird die Basisqualifizierung der Hospizbegleitung unserer
Ausbildungsgemeinschaft mit Bad Soden, in den dortigen Räumen stattfinden. Wir führen viele Gespräche mit Interessierten und hoffen, dass sich Menschen die für die Hospizidee offen sind, sich entschließen können, ein erfüllendes Ehrenamt auszuüben.

Auf diesem Wege danken wir dem Förderverein, für seine Bereitschaft mit ihrem zusätzlichen Beitrag ein wunderschönes E-Bike zu bekommen. Mit diesem sind wir jetzt auch in Kronberg sichtbar.
Sollten Sie Unterstützung brauchen, melden Sie sich einfach bei uns. Wir freuen uns über ein erstes Kennenlernen, es muss ja noch nicht direkt hospizlich sein.
Mit dem Gedanken an die funkelnden Sterne, oder in der Sonne glitzernde Schneeflocken wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine ruhige und besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.
Ganz aktuell erreichte uns letzte Woche die freudige Nachricht, das BETESDA mit seinen ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen den Kronberger Frauenpreis 2024 am 08.03.2024 überreicht bekommt.

Was für eine wunderbare Geste!
Herzlichst das Team von BETESDA

BETESDA

BETESDA

Selbst. Bestimmt. Gehen.

HERZLICH WILLKOMMEN

Ihr Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst

Hospiz ist da, wo Menschen sind

Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst

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Gerne stehen wir als Team Ihnen zur Seite

Grundsätze unserer Hospizarbeit

Wir sehen in jedem Menschen seine Einzigartigkeit und begegnen ihm mit Würde und Respekt im Leben und darüber hinaus, unabhängig von Herkunft, religiöser Überzeugung und sozialer Stellung.
Wir stärken die Individualität des Menschen und seine Möglichkeiten zur Selbstbestimmung und fördern seine persönlichen Ressourcen.
Wir verstehen Sterben als Teil des Lebens, den wir in das Bewusstsein und in den Alltag der Gesellschaft integrieren möchten. Die Begrenzung des Lebens wird von uns akzeptiert. Die Erhaltung der Würde und der Lebensqualität sind Ziele unserer Arbeit. Aktive Sterbehilfe lehnen wir ab.
Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst

„Leben!
Bis zum Schluss.“

Sie dabei zu begleiten und zu unterstützen, ist  unsere Kernkompetenz. Gerne stehen wir Ihnen auf diesem Weg zur Seite  und helfen Ihnen, diesen ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechend zu gehen.

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LETZTE HILFE

Ein ausgezeichnetes Projekt

Das Projekt Letzte Hilfe Kurse hat 2015 den „Anerkennungs-und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin erhalten.

Stifter des Preises ist die Firma Grünenthal GmbH

Als Teilnehmer des bundesweiten Wettbewerbs startsocial wurden wir als eines der besten sozialen Projekte Deutschlands 2015 ins Kanzleramt eingeladen und von Bundeskanzlerin Angela Merkel geehrt.

Wir vermitteln das "kleine 1x1 der Sterbebegleitung": Das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende.

Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos. Obwohl die meisten Menschen sich wünschen zuhause zu sterben, stirbt der grösste Teil der Bevölkerung in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Wir bieten einen Basis-Kurs zur letzten Hilfe an in in dem Bürgerinnen uind Bürger lernen, was sie für Ihre Mitmenschen am Ende des Lebens tun können. Wissen um letzte Hilfe und Umsorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen muss ( wieder ) zum Allgemeinwissen werden.

  • richtet sich an ALLE Menschen, die sich über die Themen rund um das Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.
  • schafft Grundlagen und hilft mit, die allgemeine ambulante Palliativversorgung zu verbessern
  • ist das Basiswissen für sorgende Gesellschaft
  • wendet sich an Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Betriebe.

...vermitteln Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit, die auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.

das kleine 1x1 der Sterbebegleitung

Im Kurs sprechen wir über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, natürlich werden auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz angefügt. Wir thematisieren mögliche Beschwerden, die Teil des Sterbeprozesses sein können und wie wir bei der Linderung helfen können. Wir überlegen abschließend gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann und besprechen unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Der Kurs besteht aus vier Unterrichtseinheiten ( Modulen) zu jeweils 45 Minuten. In der Regel wird der Kurs an einem Nachmittag oder Abend durchgeführt. Die Moderation erfolgt duch erfahrene und zertifizierte Kursleiter:innen mit Erfahrung in der Hospiz-und Palliativversorgung.

Modul 1: Sterben als ein Teil des lebens

Modul 2: Versorgen und entscheiden

Modul 3: Leiden lindern

Modul 4: Abschied nehmen

In Kürze.....

"Lebendig und leicht trotz schwerem Thema"

"Die natürliche Art mit dem Thema Sterben umzugehen"

"Klare Strukturierung"

"Letzte Hilfe" ist ein provokanter Titel, der neugierig macht... Inhaltlich gelungen ist der Wechsel zwischen Information einerseits und der Frage nach den persönlichen Einstellungen, die ja stärker handlungsleitend sind als all unser Wissen.

Mein Rat: unbedingt teilnehmen!"

Nächstes Events:

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  1. Letzte Hilfe Kurs am Freitag, den 09.02.2024 von 16:00 bis 20:00 Uhr
  2. Rosenmontag, den 12.02.2024 von 9:00 - 13:00 Uhr in unseren Räumen

Trauergesprächskreise

BETESDA - Ambulanter Hospiz-und Palliativ-Beratungsdienst

Was bedeutet "BETESDA" ?

BETESDA war ein Teich beim Schaftor in Jerusalem.

 

Dort lagen, so heißt es im Johannesevangelium Kap.5:“in fünf Hallen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte. Sie warteten darauf, dass sich das Wasser bewegte. Denn ein Engel des Herrn fuhr von Zeit zu Zeit herab in den Teich und bewegte das Wasser. Wer nun zuerst hineinstieg, nachdem sich das Wasser bewegt hatte,der wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.“

Sie möchten auch Hospizbegleiter*in werden?

Möchten Sie unsere Arbeit unterstützen?

Bankverbindung des Fördervereins der Ökumenischen Diakoniestation Kronberg e.V.
IBAN: DE10 5007 0024 0718 7180 00
BIC: DEUTDEDBFRA
Verwendungszweck: BETESDA

Anja Born & Monika Schulz

Koordinatorinnen

Telefon: +49 6173 926 326